Freitag, 12. Juli 1996

12. Juli

"Heute um drei."
Max muß also tatsächlich in ein Heim. Oder besser eine betreute "Jugendwohngruppe". Na toll. Wir haben uns mit Nils und Florian bei Max zu Hause getroffen. Max hat die wichtigsten Sachen und Klamotten zusammengepackt und wir haben versucht, so viel wie möglich davon in den Wagen vom Jugendamt reinzupacken. Naja, eigentlich kann er kaum was mitnehmen. Es ist schon voll Scheiße das Ganze. Die anderen in der WG scheinen ganz in Ordnung zu sein, aber das war schon echt ein beklopptes Gefühl, als wir gegangen sind und er da so völlig fremd in der Gegend rumsaß. Der Sozialarbeiter meint, Max soll die ersten Tage abends da bleiben, damit er sich einlebt. Na toll, scheint ja der totale Knast zu sein und spätestens um halb elf muß er sowieso immer wieder zurück sein. Jedenfalls sind Nils, Flori und ich hinterher noch ins Perplex gezogen. Da wir eigentlich nicht wußten, was wir sagen sollten, haben wir uns so ziemlich mit Weizen zugeschüttet. Ist schon echt Scheiße so was.

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